#UlanOsna

„Sieben Sachen für siebentausend Kilometer – die Rückreise“

Transkulturelle Turbulenzen
und performative sowie metadidaktische Kurzvorträge
entlang einer Distanz von 7000 Kilometern, die uns von denen und die die von uns trennen…. oder aber was passiert, wenn auf Osnabrück auf Ulan Ude trifft.

19. – 27 Mai 2018
Burjat State University, Ulan Ude (Russland / Burjatien)

Im Oktober 2017 besuchte eine Gruppe von 15 Kunstpädagogik-Studierenden (Dekorativ-angewandte Kunst und Design) 
der Burjatischen Staatlichen Universität Ulan Ude (russische Föderation, Sibirien) unter der Leitung von Dr. Zoya Paznikova  die Universität Osnabrück. 
Ziel des studentischen Austauschprojektes war die transkulturelle Auseinandersetzung mit methodisch-didaktischen Zugängen der Kunstvermittlung.
Im Zentrum des Programms stand ein künstlerischer Workshop an dem unter Leitung von Ruppe Koselleck Studierenden beider Universitäten
und in Kooperation mit der Kunsthalle Osnabrück teilnahmen.

Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie Transkulturalität erzeugt werden kann.
Oder anders gefragt: Wie kann und sollte Kunstvermittlung aussehen, wenn die bisherigen Rahmungen sich radikal verschieben? Nun erfolgt der Gegenbesuch

Wie in Osnabrück steht eine gemeinsame Ausstellung (im Historischen Museum Ulan Ude) im Zentrum der Maßnahme.
Die Osnabrücker Studierenden präsentieren dort künstlerische Exponate, die die personale und regionale Herkunft zum Ausdruck bringen sollen
und die in einer Lehrveranstaltung entwickelt wurden. Der Diskurs über Inhalte und Formen werden vor Ort diskutiert
und entlang des transkulturellen und turbulenten Hashtags: #UlanOsna in sozialen Netzwerken zeitnah präsentiert und dokumentiert (Instagram),
so dass der  Diskurs prospektiv und parallel zur Reise öffentlich zugänglich weiterentwickelt und diskutiert werden kann. 

Darüberhinaus wird Ruppe Koselleck mit seinem kuratorischen Projekt der „Magnetischen Translokationen“ 
an ungewöhnlichen und extremen Orten eine kleinformatige Ausstellung unter der Beteiligung von vierzehn weiteren Künstlern
des KunstVereins Ahlen in Ulan Ude präsentieren und damit Strategien von Kunst und Öffentlichkeit energetisch und kritisch hinterfragen.

Weitere Komponenten sind Seminare und Gesprächsrunden sowie die dezidierte Einübung in das burjatische, evenkische und russische Kunsthandwerk.
Das Ganze wird flankiert durch den Besuch von kulturellen Institutionen (Museen, Theater, Atelierhaus des Burjatischen Künstlerbundes),
religiöse Einrichtungen sowie Ausflüge in die Region (Baikal See, Siedlungen der Altgläubigen).

Auf der Ebene des Hochschullehrer-Austauschs findet ein Forschungssymposium statt.

Transkulturelle Turbulenzen
ist ein Projekt zur transkulturellen Kunstvermittlung zwischen Ulan Ude und Osnabrück  von

Prof. Dr. Andreas Brenne (Kunstpädagogik, Universität Osnabrück)  und Ruppe Koselleck   (Konzeptkünstler, Künstlerische Leitung des KunstVerein Ahlen)
Prof. Dr. Zoya Paznikova (Kunstpädgogik, Universität Ulan Ude) und  Prof. Dr. Nina Dagbaeva (Erziehungswissenschaft, Universität Ulan Ude)

Das Projekt Transkulturelle Turbulenzen / #UlanOsna wird durch den DVPB e.V. Landesverband Niedersachsen / Deutsche Gesellschaft für politische Bildung gefördert.