Christoph Faulhaber

Kunsthalle Osnabrück

Eröffnung: 15.06.2018 | 18:00

Ausstellung: 15.06. – 21.10.2018

Die Kunsthalle Osnabrück lädt herzlich zur Eröffnung von Christoph Faulhabers Ausstellung „Revolution & Architektur“ am 15. Juni ein.

Als Hamburger Künstler ist Christoph Faulhaber in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland sondern auch international bekannt geworden. Mit Blick auf seine höchst abwechslungsreiche Lebensgeschichte, die ihn quer durch Europa, die USA, Lateinamerika und Asien geführt hat, mag den Chronisten verziehen werden, dass in Vergessenheit geriet, woher er wirklich stammt – aus Osnabrück nämlich!

Mit „Revolution & Architektur“ konzipiert, baut, gestaltet und öffnet Christoph Faulhaber in der Kunsthalle Osnabrück eine ganze Reihe von sehr unterschiedlichen Räumen. Den Besucher der Kunsthalle Osnabrück erwartet im Foyer eine Pflanzenlandschaft mit Leihgaben aus Osnabrücker Wohnzimmern unter dem Titel „Kurie“, im Kirchenschiff eine Art unheimlicher Vergnügungspark aus 80 überdimensionalen aufgeblasenen Kunststoffballons, im Kreuzgang ein Weltbild-Atlas aus dem Archiv des Aktions- und Performancekünstlers und eine Rekonstruktion des Bernsteinzimmers, das man zwar beschauen, aber nicht betreten darf. Im Innenhof eröffnet sich mit einem 12 Meter hohen, frei stehenden Gerüst und einer entsprechenden Fassadenverkleidung das Szenario der „Phantom of Punk“ genannten Initiative Christoph Faulhabers für die Rote Flora in Hamburg 2016. Im Forum tritt der Besucher dann in Faulhabers filmische Autobiographie „Jedes Bild ist ein leeres Bild“ wie in das Auge des Zyklons: Das Werk wird in 15 Einzelfilme gesplittet und umgibt den Besucher kreisförmig.

Hier führt uns der Künstler als Hauptdarsteller des Videospiels „Grand Theft Auto“ durch zahlreiche seiner Projekte. Es mischen sich biografische Dokumentationen mit fiktiven Sequenzen und kunstwissenschaftlichen Überlegungen zum Bild. Der Titel des Films ist eine Einladung: Bilder dürfen, nein, müssen vom Betrachter immer neu gefüllt werden. Das betrifft alle Bilder, die uns umgeben: „Wir leben in einer Welt der Bilder, in Selbstreflexion erstarrt. Wir ertrinken im Abgrund des Oberflächlichen“ grübelt der „Videospiel-Faulhaber“ im Film. Ergänzt wird diese Retrospektive des Künstlers „in nuce“ durch das Archivmaterial im Kreuzgang anhand von Zeitungsartikeln, Modellen und Objekten.

Der Rückblick auf ältere Projekte des Künstlers vermischt sich mit der Entwicklung neuer. Die Installation im Kirchenschiff wurde speziell für diesen einzigartigen Raum geschaffen. Die Installation erinnert durch Formen und Farben den Betrachter vielleicht an den Osnabrücker Grafiker, Maler und Bildhauer Friedrich Vordemberge-Gildewart, der zur Entwicklung der „Konkreten Kunst“ maßgeblich beitrug, doch überschreitet die Erwartungen durch Größe, Menge und Material.

Das Foyer der Kunsthalle bietet einen Kontrast zu dieser künstlichen, fast bedrohlich wirkenden „Architektur“ im Kirchenschiff und den Videoinstallationen und Zeitungsartikeln im Kreuzgang und im Forum. Unter dem Titel „Kurie“ waren hierfür die Osnabrücker Bürger aufgerufen, ihre Pflanzen für die Ausstellung zu leihen. So entstand eine in wachstumsförderndes Licht getauchte Pflanzenlandschaft, die einfache Topfpflanzen zu Kunstwerken erhebt.  

 
 Einen spannenden Ausstellungbesuch

wünscht das Team der Kunsthalle Osnabrück.

 

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